Ein Bonuslink führt nicht immer unmittelbar zu der Seite, die im Browser angezeigt wird. Häufig liegen dazwischen ein oder mehrere Weiterleitungsschritte. Sie können dazu dienen, eine Adresse dauerhaft zu ersetzen, Zugriffe zu zählen oder eine passende Zielseite auszuwählen. Wer den Weg eines Links nachvollziehen möchte, kann die einzelnen Stationen und die endgültig geladene Adresse mit einfachen technischen Mitteln betrachten.
Was bei einer Weiterleitung geschieht
Beim Aufruf eines Links sendet der Browser eine Anfrage an einen Webserver. Dieser kann die angeforderte Seite direkt ausliefern oder eine Weiterleitung zurückgeben. Bei einer HTTP-Weiterleitung teilt der Server dem Browser eine weitere Adresse mit, die dieser anschließend aufruft. Gängige Statuscodes dafür sind 301 und 302; sie stehen unter anderem für dauerhafte beziehungsweise vorübergehende Weiterleitungen.
Eine Weiterleitung kann auch über die Webseite selbst veranlasst werden, etwa durch JavaScript oder eine Aktualisierung im HTML-Dokument. In diesem Fall wird die nächste Adresse erst verarbeitet, nachdem die erste Seite im Browser geladen wurde. Ein Link kann daher aus mehreren Stationen bestehen. Die letzte Station ist die URL, von der der Browser schließlich den Inhalt abruft.
Die endgültige Zieladresse erkennen
Für einen ersten Überblick genügt oft die Adresszeile des Browsers. Nach dem Laden zeigt sie die aktuell aufgerufene URL. Ein Vergleich mit der ursprünglichen Linkadresse macht sichtbar, ob sich der Hostname, der Pfad oder die Parameter verändert haben. Dabei ist es hilfreich, die vollständige Adresse zu betrachten: Ein Pfad nach dem Domainnamen und Angaben hinter einem Fragezeichen können zur Zuordnung bestimmter Inhalte oder Kampagnen dienen.
Eine genauere Darstellung bietet der Netzwerkbereich der Entwicklerwerkzeuge, der in den gängigen Browsern verfügbar ist. Dort lassen sich einzelne Anfragen in zeitlicher Reihenfolge anzeigen. Die Antwort der ersten Anfrage enthält bei einer HTTP-Weiterleitung üblicherweise einen Statuscode und ein „Location“-Feld mit der nächsten Adresse. Wird die Seite über mehrere Schritte geladen, zeigt die Liste auch die folgenden Anfragen und macht den Verlauf übersichtlich nachvollziehbar.
Bonuslinks im Kontext einordnen
Bonuslinks finden sich häufig in Übersichten, die Angebote nach Thema oder Zugangsart ordnen. Eine Formulierung wie bonus ohne einzahlung kann dabei als thematische Bezeichnung dienen und den Inhalt einer verlinkten Seite einordnen. Für die technische Betrachtung ist davon getrennt die URL maßgeblich, die der Browser nach Abschluss der Weiterleitungen anzeigt.
Bei der Einordnung hilft es, drei Elemente auseinanderzuhalten: den sichtbaren Linktext, die im HTML hinterlegte Ausgangsadresse und die endgültige Zieladresse. Sie können eng zusammenhängen, erfüllen aber unterschiedliche Funktionen. Der Linktext beschreibt die Verknüpfung für Leserinnen und Leser, die Ausgangsadresse legt den ersten Aufruf fest, und die Zieladresse bezeichnet den schließlich geladenen Webinhalt.
Ein nachvollziehbarer Prüfablauf
Ein systematisches Vorgehen beginnt mit dem Festhalten der ursprünglichen URL. Anschließend wird der Link in einer normalen Browserumgebung geöffnet und die Adresse nach dem vollständigen Laden notiert. Für zusätzliche Details kann im Netzwerkbereich die Option zur Erhaltung des Anfrageverlaufs aktiviert werden. So bleiben auch die vorausgehenden Stationen während der Analyse sichtbar.
Wer eine technische Auswertung bevorzugt, kann zudem ein Kommandozeilenwerkzeug verwenden, das HTTP-Kopfzeilen anzeigt und Weiterleitungen verfolgt. Entscheidend ist, die einzelnen Statuscodes und die jeweils angegebene Folgeadresse zu betrachten. Bei dynamisch aufgebauten Seiten kann die im Browser sichtbare Zieladresse zusätzliche Informationen liefern, weil bestimmte Weiterleitungen erst nach dem Laden von Seitenelementen stattfinden.
Ergebnisse verständlich dokumentieren
Für eine klare Dokumentation reichen meist Ausgangsadresse, Weiterleitungsfolge und endgültige URL. Ergänzend können Datum und verwendeter Browser festgehalten werden, da Webinhalte und technische Abläufe mit der Zeit angepasst werden können. Werden die Schritte knapp beschrieben, lässt sich der Weg eines Bonuslinks später leicht nachvollziehen und mit anderen Links vergleichen. So wird erkennbar, wie aus einer verlinkten Adresse die tatsächlich angezeigte Zielseite entsteht.